Beim Kauf einer Wildkamera mit App sind einige Kriterien zu beachten. Zu den wichtigsten Punkten gehören die Ausstattung, die Qualität und das Preisleistungsverhältnis. Wir schauen uns die Produkte genauer an und verraten dir, worauf du beim Kauf unbedingt achten musst.

Kaufberatung

Was ist eine Wildkamera mit App?

Die Wildkamera mit App unterstützt dich bei der Beobachtung und Identifizierung von Wildtieren im heimischen Garten, in der Gartenanlage oder klassisch im Wald. Die Kamera lässt sich je nach Ausführung als Überwachungskamera einsetzen. Mit dem speziellen Outdoor-Gehäuse übersteht sie Wetterschwankungen und bleibt trotz Starkregen oder Schnee unversehrt. Die Tierbeobachtungskamera wird als Kamerafalle bezeichnet und bietet besondere Features. Sie verfügt über Bewegungs- und Temperatursensoren sowie eine Verbindungsmöglichkeit zur App. Letzteres erleichtert den Umgang und die Auswertung der Bilder.

Wer stellt eine Wildkamera mit App her?

Es gibt eine Vielzahl von Herstellern für Wildkameras, die meist aus China stammen und unbekannt sind. Dieser Produktsparte bleiben bekannte Marken wie Samsung, Apple oder Toshiba fern. Dafür gibt es Marken, die sich auf Wildkameras spezialisieren und einen guten Ruf genießen. Wir haben uns einen Überblick verschafft:

SEISSIGER: Die Oberklasse

Zur Oberklasse gehört SEISSIGER. Der Hersteller arbeitet neben der App-Anbindung mit einer Datenübertragung via SIM-Karte. Die Auswertung kann von überall aus erfolgen, da die SIM-Karte die Daten über das Handynetz an dein Smartphone übermittelt.

Icuserver: Gute Mittel- bis Oberklasse

Die Wildkameras von Icuserver verfügen über eine App-Anbindung via Wi-Fi und bieten eine Datenübertragung per SIM-Karte über das 4G-Netz. Sie bieten ähnliche Features wie die Kameras von SEISSIGER und sind preislich etwas höher angesetzt.

Hieha und Usogood:

Beide Hersteller verzichten auf die Datenübertragung via SIM-Karte. Die Datenübertragung erfolgt per Wi-Fi und Bluetooth direkt zur App. Nachteil: Du musst dich in unmittelbarer Nähe der Wildkamera befinden, um eine Verbindung aufbauen zu können. Eine Auswertung außerhalb der Reichweite ist nicht möglich.

Weitere Marken, die infrage kommen:

  • GardePro
  • Ctronics
  • Aytarr
  • Vanbar
  • SuntekCam

Welche Arten von Wildkameras mit App gibt es?

Die Geräte unterscheiden sich in der technischen Ausführung und der Größe. Es gibt Mini-Wildkameras zur besseren Tarnung. Ansonsten können Features wie die App-Verbindung oder Sensoren fehlen. Der größte Unterschied lässt sich in den verbauten LEDs für Nachtaufnahmen finden. Die Technik besteht aus weißen oder schwarzen LEDs. Weiße LEDs sind für viele Tiere nicht sichtbar. Sehr scheue Tiere nehmen die LEDs jedoch wahr. Schwarze LEDs sind nicht sichtbar und in der Anschaffung teurer.

Wo kann man eine Wildkamera mit App kaufen?

Wildkameras gibt es überall im Internet. Empfehlenswert sind Plattformen wie Amazon oder eBay. Amazon bietet eine unkomplizierte Rückabwicklung bei einem Fehlkauf. SEISSER und Icuserver betreiben eigene Shops mit ihren Produkten. Ansonsten eignen sich Onlinestores für Outdoor-Bedarf.

Wofür werden Wildkameras mit App verwendet?

Im professionellen Bereich werden Wildkameras zur Auswertung des Tierbestands verwendet. Forscher erhalten Informationen über Tierarten und der Population der Tiere. Private Nutzer möchten eher den Garten beobachten und erfahren, welche Tiere sich dort tagsüber oder nachts aufhalten. Die Tierbeobachtungskamera mit App kann als Überwachungskamera verwendet werden, da das WLAN-Netz in den meisten Fällen außerhalb des Hauses erreichbar ist.

Was ist bei dem Kauf von einer Wildkamera mit App zu beachten?

Achte beim Kauf auf folgende Kriterien:

Auflösung: Die Fotoauflösung sollte mindestens 4K (4000 × 3000 Pixel) und die Videoauflösung FULL-HD (1920 × 1080) betragen. Darunterliegende Auflösungen sind nicht zeitgemäß.

Sensor: Ein Bewegungssensor löst aus, sobald sich ein Tier in Reichweite bewegt. Etwas präziser sind Temperatursensoren, die bei Änderung der Umgebungstemperatur auslösen.

Sensorwinkel: Ein guter Sensorwinkel liegt bei 10 bis mindestens 90°. Ein höherer Erfassungswinkel (bis 120°) ist erst dann sinnvoll, wenn der Aufnahmewinkel ebenfalls bei 120° liegt. Chinesische Marken tricksen mit solchen Angaben, indem sie einen hohen Sensorwinkel anpreisen. Stelle beim Kauf den Erfassungs- und Aufnahmewinkel gegenüber.

Nachtsichtmodus: Ein klarer Nachtsichtmodus sorgt für gute Aufnahmen in der Dunkelheit. Die Infrarot-LEDs geben Aufschluss über die Bildqualität. Ein guter Wert liegt bei 44 bis 50 Infrarot-LEDs. Mehr LEDs kommen der Bildqualität in der Nacht zugute.

Vor- und Nachteile von einer Wildkamera mit App

Vorteile:

  • durch die App vielseitig einsetzbar
  • wetterbeständig und robust
  • natürliche Umgebung von Wildtieren wird nicht gestört
  • kaum sichtbar durch getarntes Gehäuse

Nachteile:

  • Tausch der Batterien notwendig
  • Reichweite verringert sich bei Dunkelheit
  • Teuer in der Anschaffung, sofern alle technischen Features gewünscht sind

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Fazit

Die Wildkamera unterstützt dich bei der Beobachtung von Tieren im Garten. Alternativ dient sie als gut getarnte Überwachungskamera für den Garteneingang oder Balkon. Setze dir ein Budget und achte darauf, welche Funktionen dir wichtig sind. Mit unserem Ratgeber grenzt du die Suche ein und findest die perfekte Wildkamera mit App.